WAS ist SI?

Meine Begeisterung

Einfluss in meine Arbeit



Was ist sensorische Integration?

Der Begriff wurde von von der Neuropsychologin und Ergotherapeuten Jean Ayres geprägt ab den 1950er Jahren geprägt. SI bedeutet die optimale Verarbeitung von Sinnesinformationen, damit wir sie sinnvoll nutzen können. Neben den bekannten fünf Sinnen, wird vor allem auch dem kinästhetischen Sinn (Bewegungs-, Eigen- und Tiefenwahrnehmung) und dem vestibulären Sinn (Aufrichten und Gleichgewicht)  besondere Bedeutung beigemessen. 

 

Das Gehirn muss alle Eindrücke richtig verarbeiten, ordnen und sortieren, damit es möglich ist, sinnvolle Bewegungen, Verhaltensweisen und auch Lernen zu produzieren.

 

Erhält ein Mensch in einem Bereich keine eindeutigen Informationen, entwickelt er Verhaltensweisen, um damit umzugehen. Wenn ein Kind Reize undeutlich wahrnimmt, wird er sich starke Impulse suchen. Dies äußert sich meist durch heftige, schnelle, grobe Bewegungen. ("Reizsucher") Bei einer Überempfindlichkeit in einem Sinnesbereich, wird das Kind zu einem "Vermeider". Diese Kinder ertragen beispielsweise kaum Kleidung auf der Haut, mögen nicht schaukeln, fühlen sich in größeren Gruppen unwohl.

 

In der Beobachtung ist wichtig zu wissen, dass jedes kindliche Verhalten einem bestimmten Zweck dient! Es gilt herauszufinden, welchem.

 

Die Unterstützung des Kindes setzt immer dort an, wo sich das Kind wohlfühlt, wo es Spaß an der Sache hat.

 

"Was man nicht kann, kann man nicht üben!"

 

 

Beispiel: Eigenwahrnehmung Reizsucher

 

Kinder mit trampelndem Gang, die kaum auf Schmerz reagieren, häufig an Gegenständen "anstossen", andere Menschen und Kinder zu grob berühren, deren Stifte beim Malen häufig abbrechen, haben mitunter ein starkes Verlangen nach Tiefenwahrnehmung.

 

Angebote für das Kind können sein: 

  • "gedrückt" werden: durch Hand-/Fußmassagen, indirekte Massagen mit Bohnen- oder Reissäckchen
  • das Gewicht in der Hängematte komplett abgeben können
  • Trampolin springen
  • nasses Handtuch in die Badewanne mitnehmen, sich damit einwickeln
  • selber drücken z.B. mit Knetmasse oder Ton 
  • schwere Dinge ziehen oder schieben oder selbst auf einer Decke gezogen werden
  • ......

 

Das Ziel ist, das kindliche Bedürfnis durch spielerisches Tun zu sättigen, damit Verhaltensweisen, die im Alltag störend sein können, langsam weniger werden oder gar verschwinden können.

 

"Die Natur als "Sinnesfutter".... mhmm..."

 

 

Auch Babys könnte der Druck und die Begrenzung aus dem Uterus fehlen. Erkennbar ist dies unter Umständen durch einen häufigen Moro-Reflex, wiederholt fahrigen, unruhigen Bewegungen in Rückenlage und häufiges Weinen

Mögliche Hilfe könnte Körperbegrenzung z.B. durch zusammengerollte Decken, längliche Polster oder eine Puckdecke bringen. Auch das Tragen im Tagetuch oder einer passenden Trage kann Ihrem Baby Wohlbefinden und Sicherheit geben.

 

 

Meine Begeisterung

Zur Sensorischen Integration kam ich durch eine Kollegin im Montessori Kindergarten. Nach dem Besuch einer Fortbildung kam sie mit einem kleinen Schatz an Wissen in die Gruppe, der sofort umsetzbar war. Die Reaktionen der Kinder auf ihre Interventionen waren erstaunlich.

 

Diesen Schatz wollte ich mir aneignen und absolvierte deshalb den einjährigen Lehrgang für SI und senso-motorische Wahrnehmungsförderung. Es war meine bisher beeindruckendste Ausbildung. Die Arbeit in meiner Gruppe wurde sehr bereichert und auch meine Kolleginnen ließen sich "anstecken". In Eltern-Kind-Gruppen und Beratungen gebe ich nun mein Wissen direkt weiter. Elemente aus der SI eignen sich hervorragend um den Familienalltag zu bereichern und erleichtern.  Themen können sein: Einschlafprobleme, häufiges Weinen, "Tollpatschigkeit", übermäßiger Bewegungsdrang, verstärkte Ängstlichkeit und vieles mehr.

 

Einfluss in meine Arbeitsweise

  • In den Spielgruppen bringe ich Materialien und Ideen aus SI ein. Auf Wunsch, gebe ich gerne meine Entwicklungsbeobachtungen aus dem Gruppenalltag inklusive Ideen für den Familienalltag weiter. Bücher, Artikel und Materialien (Rezepte) dienen als Anschauungsmaterial und Inspiration.

 

  • In eigenen Beratungsgesprächen beschäftige ich mich mit dem aktuellen Anliegen einer Familie. Impulse aus SI können dabei helfen die Zufriedenheit von Kindern und somit auch das Wohlbefinden aller zu unterstützen.

 

 

  • Workshops für Kindergärten und Kindergruppen